Lehm-Grundputz, stroharmiert
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  • Produkt
  • Der Lehm-Grundputz besteht aus Sand, Lehm als Bindemittel und Strohhäcksel.
  • Die Körnung beträgt 0 - 2 mm.
  • Anwendungsbereich
  • Der Lehm-Grundputz wird als erste Putzlage für einen Putz der Putzmörtelgruppe I im Innenbereich eingesetzt. Er wird als Unterputz bei einem zweilagigen Lehmputz oder auch als einlagiger Lehmputz eingesetzt. Lehm-Grundputz ist für alle bekannten Mauerwerks- und Trockenbauoberflächen geeignet.
  • Untergrund
  • Der Untergrund muss tragfähig und frei von Verschmutzungen, wie z. B. Staub oder Fetten sein. Zu verputzende Oberflächen müssen genügend rauh und saugfähig sein. Bei Untergründen mit ungleichmässigen Festigkeiten und bei undefinierbaren Untergründen ist zur Sicherheit eine Putzprobe durchzuführen.
  • Lehmmauerwerk
  • - lose Mauerteile sind zu entfernen
  • - bei größeren Schäden mit Lehm-Grundputz ausbessern
  • - Lehmmauerwerk bei Bedarf als Haftbrücke mit Lehmschlämme streichen ( siehe Verarbeitungshinweise Lehmschlämme)
  • - der Putzgrund sollte völlig ausgetrocknet sein
  • - der Putzgrund ist mit Wasser, am besten am Vortrag satt vorzunässen und am Putztag nachzunässen
  • - bei Rissen im Lehmmauerwerk und bei ungleichmäßig festem Untergrund ist in den Lehm-Grundputz ein Glasfaser- oder      Jutegewebe einzbetten
  • - bei neuen Wänden aus gestampftem Leichtlehm ist die lange Trockenzeit beim Bauablauf zu beachten!
  • - befinden sich Holzbalken < 10 cm in der zu verputzenden Wand, so muss in den Grundputz ein Putzträgergewebe, z. B.       Jute- oder Glasfasergewebe eingebettet werden
  • - bei Holzbalken > 10 cm sind auf der Holzoberfläche Putzträger, wie 70-stengeliges Rohrgewebe, Holzwolleleichtbauplatten  oder Metallputzträger aufzubringen
  • - bei der Verwendung von Putzträgern muss in den Grundputz unbedingt ein Putzträgergewebe eingebettet werden
  • Tonsteinmauerwerk ( Grünlinge )
  • - zur Haftverbesserung ist Lehm-Schlämme auf das Tonsteinmauerwerk aufzubringen
  • - Putzauftrag wie beim Lehmmauerwerk
  • Schilfrohr
  • - das Schilfrohr darf nicht angenässt werden
  • - in den Lehmgrundputz ist ein Putzträgergewebe einzuarbeiten
  • Ziegelmauerwerk
  • - das Ziegelmauerwerk ist gut anzunässen
  • - der Lehm-Grundputz kann dann direkt aufgetragen werden
  • Porotonmauerwerk
  • - nach dem Annässen des Porotonmauerwerkes kann der Lehm-Grundputz direkt aufgetragen werden
  • Kalksandsteinmauerwerk
  • - nach dem Annässen des Kalksteinmauerwerkes kann der Lehm-Grundputz direkt aufgetragen werden
  • Porenbetonmauerwerk
  • - nach dem Annässen des Porenbetonmauerwerks kann der Lehm-Grundputz direkt aufgetragen werden
  • Betonwände
  • bei glatten Blähtonwänden  ist als Haftbrücke LETON-Superflexkleber aufzubringen
  • Blähtonbetonwände
  • - bei glatten Blähtonbetonwänden ist als Haftbrücke LETON-Superflexkleber auftragen
  • - vor Auftragen  des Putzes muss die Blähtonwand ausreichend trocken sein
  • Holzwolleleichtbauplatten
  • - bei Holzwolleleichtbauplatten, z. B. Heraklitplatten, wird der Lehm-Grundputz ohne Annässen aufgebracht
  • - in den Lehm-Grundputz ist Armierungsgewebe einzubetten
  • Gipsplatten
  • - die Gipsplatten sind zu grundieren
  • - bei Gipsplatten ist als Haftbrücke LETON-Haftvermittler aufzubringen
  • Bimssteinmauerwerk
  • - nach dem Annässen des Bimssteinmauerwerkes kann der Lehm-Grundputz direkt aufgebracht werden
  • Wandflächenheizungen
  • - bei Wandflächenheizungen muss man dem Putzuntergrund große Aufmerksamkeit schenken, da durch die starken                 Putzschichten größere Gewichte gehalten werden müssen
  • - die auf der vorhandenen Wand aufgebrachten Heizungsrohre bzw. Schläuche werden mit Lehm-Grundputz schichtweise     eingeputzt, wobei sich die Auftragsstärke nach dem Durchmesser der Heizungsrohre richtet
  • - zwischen den Heizungsrohren muss mindestens ein Abstand von 10 mm sein
  • - die Heizung kann während des Einputzens der Heizungsrohre eingeschaltet sein
  • - wenn die Heizung beim Einputzen nicht eingeschaltet werden kann, so muss diese zumindest vor Auftragen der zweiten       Putzlage einmal auf die vorgesehene Höchsttemperatur aufgeheizt werden
  • - nach dem Trocknen der ersten Putzlage wird ein 1 bis 1,5 cm starker Lehm-Grundputz aufgebracht, in dem                             Putzträgergewebe einzubetten ist
  • - auf der trockenen zweiten Putzlage kann dann Lehm-Oberputz oder Lehm-Feinputz aufgebracht werden
  • Verarbeitung
  • Der Lehm-Grundputz wird intensiv unter Zugabe von ca. 5 l Wasser pro 25 kg Trockenmasse mit Rührquirl, Mischer oder von Hand gemischt und ergibt ca. 15 l gebrauchsfertigen Lehm-Grundputz, stroharmiert.
  • Bei der Putzmaschine PFT G4 und Schnecke d6-3 ist der Wasserdurchfluss auf ca. 420 Liter einzustellen. Beim Anfahren der Putzmaschine ist der Lehmputz etwas feuchter anzumischen.
  • Der Lehm-Grundputz wird mit der Putzmaschine oder von Hand gleichmäßig aufgetragen und fluchtgerecht abgezogen. In die flächendeckende Putzschicht wird je nach Notwendigkeit das Putzträgergewebe eingearbeitet.
  • Der Grundputz sollte ca. 1 - 1,5 cm stark aufgetragen werden, max. 2 cm.
  • Bei Putzstärken über 20 mm ist der Grundputz zweilagig aufzubringen, wobei die erste Lage aufzurauen ist.
  • Die Verarbeitungs- und Untergrundtemperatur sollte +5oC nicht unterschreiten.
  • Putzauftrag
  • Mit dem nächsten Putzauftrag darf erst begonnen werden, wenn der Grundputz gut ausgetrocknet ist. Dies hängt von vielen Faktoren ab, so dass eine Trockenzeit nicht angegeben werden kann. Man erkennt aber den Trocknungsgrad an der farblichen Oberflächenveränderung.
  • Verbrauch
  • 25 kg Grundputz sind ausreichend für ca. 0,8 bis 1 m² Putzfläche bei eine Putzstärke von 1,5 cm.
  • Technische Daten
        • Korngrösse   bis 2 mm
        • Schüttdichte   1670 kg / cbm
        • Frischmörteldichte 1980 kg / cbm
        • Ein 25-kg-Sack ergibt  ca. 15  l Frischmörtel.
  • Lieferform
  • Papiersäcke zu 25 kg, palettiert und folienverschweißt, 56 Sack pro Palette, BigBag mit 1000 kg
  • Lagerung
  • Der Sackinhalt ist trocken zu lagern und vor Feuchtigkeit zu schützen.
  • Bei sachgemäßer Lagerung ist das Material unbegrenzt haltbar, sogar fest gewordene Lehm-Grundputz Trockenmasse kann wieder aufgerührt und problemlos verarbeitet werden.
  • Sicherheitshinweis
  • Auch bei Verwendung von ökologischen Produkten sind die üblichen Schutzmaßnahmen einzuhalten.
  • Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser auswaschen. Staubartikel sind nicht einzuatmen (Silikoserisiko).
     
     
    Die Technische Information entspricht unseren bisherigen Erfahrungen.  Da Lehm als Naturprodukt den natürlichen Rohstoffschwankungen unterliegt und die Einsatzbedingungen sehr vielschichtig sind,  kann aus den  o.g. Angaben kein Rechtsanspruch abgeleitet werden.  Stand der Technik und die Regeln der allgemeinen Baukunst müssen eingehalten werden.
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